Derbies, Krimis, Energieleistungen

JBBL scheitert knapp an Tabellenführer Ludwigsburg, NBBL schlaflos aber siegreich – Grosse und Regionalliga letztlich souverän.

NBBL: Chemnitz 99ers – ratiopharm akademie 46:70 (14:9, 13:16, 11:21, 8:24)
Ulmer Topscorer: Joschka Ferner (25), Lukas Rosenbohm (15)

Nach einem müden Start (erste Halbzeit 27:25) weckte Coach Danny Jansson seine Jungs in Halbzeit zwei (19:45) auf. Trotz einer kurzen Nacht – vier Spieler kamen erst um 3 Uhr früh vom Pro-B-Spiel aus Saarlouis zurück und brachen bereits um 7 Uhr nach Chemnitz auf – brachten die jungen Ulmer genug Energie für den 6. Saisonerfolg auf. Ein Sonderlob von Coach Jansson ging an Lukas Rosenbohm, der den Ausfall von Bernhard Benke auf der Centerposition mit viel Kampfgeist wettmachte. Stark auch das zweite 25-Punkte-Spiel von Joschka Ferner in dieser Saison. Mit 4 von 6 Dreiern war Ferner aus der Distanz „on fire“. 9 Rebounds des nur 1,90 Meter großen Carlos Cerdan sind ebenfalls bemerkenswert. Weiter geht es für die Jansson-Jungs am 21. Dezember mit einem Heimspiel gegen die SG Bayreuth / Nürnberg (13 Uhr).


JBBL: ratiopharm akademie - BBA Ludwigsburg 69:70 (25:20; 12:15; 21:18; 11:17)
Ulmer Topscorer: Tim Köpple (14 Punkte), Dima Kopelev und Nico Bretzel (je 10).

Gut gespielt und hauchdünn verloren: Die ratiopharm akademie unterlag im Topspiel der JBBL-Südwest Tabellenführer BBA Ludwigsburg mit 69:70. Dabei waren die Ulmer anderthalb Minuten vor Schluss noch mit 5 Punkten in Front gewesen.

Im ersten Viertel ließen die Jungs von Head Coach Zoltan Nagy den Ball gut laufen, erzielten 25 Punkte, davon acht von Dima Kopelev. Der zweite Abschnitt war von intensiverer Verteidigung und Ballverlusten auf beiden Seiten geprägt. Center Nico Bretzel hat hier starke offensive Szenen. Nach der Pause konnte Ulm den Vorsprung bis Anfang des letzten Viertels auf 10 Zähler ausbauen (63:53). Doch dann häuften sich Unkonzentriertheiten und Fehlpässe. Die körperlich überlegenen Ludwigsburger kämpften sich heran. Nachdem Dima Kopelev noch einmal auf 69:64 erhöht hatte, begann eine aus Ulmer Sicht unglückliche Schlussphase. Die Verteidigung wurde zu zaghaft, die Wurfentscheidungen im Angriff zu gewagt. So gingen die Gäste 15 Sekunden vor dem Ende in Führung (69:70). Der letzte Angriff brachte den Ulmern noch drei, allerdings eher schlechte Wurfchancen. „Ein gutes und intensives JBBL-Spiel", meinte Artur Kolodziejski, Leiter der ratiopharm akademie, „am Ende war Ludwigsburg aggressiver." Das nächste Spiel bestreitet das Ulmer Team am 11. Januar in Urspring.

U16-Oberliga TSG Söflingen - ratiopharm akademie 78:86 nach Verl. (15:19; 12:10; 13:21; 22:32; 6:14)
Ulmer Topscorer: Tim Köpple (24 Punkte), Mate Fazekas (21)

Ein Spitzenspiel. Ein Derby. Ein Krimi. In einer Partie voller Leidenschaft, Emotionen und Intensität hat die U16 der ratiopharm akademie den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer TSG Söflingen in dessen eigener Halle mit 86:78 nach Verlängerung bezwungen.

Im ersten Viertel trumpfte besonders Tom Kimpel mit 8 Zählern auf. In Abschnitt zwei blieben auf beiden Seiten zahlreiche Wurfchancen ungenutzt. Nach der Pause wurde das Ulmer Spiel druckvoller, so dass sich die Jungs von Coach Sebastian Ludwig bis zum Ende des dritten Viertels einen 10-Punkte-Vorsprung erarbeiten konnten. Im letzten Viertel der regulären Spielzeit war der Söflinger Lukas Mader heißgelaufen und führte sein Team quasi im Alleingang zur Overtime. Eine Minute vor Schluss lagen die ratiopharm-Korbjäger noch mit 6 Punkten vorn, kassierten jedoch noch zwei Dreier. „Da haben wir es unnötig spannend gemacht", urteilte Coach Ludwig, "weil wir in dieser Phase zu schwach verteidigt und dumme Fouls begangen haben."

Die Zusatzschicht hatten seine Jungs jedoch wieder voll im Griff. Sie trafen auch dann noch hochprozentig von der Linie, als der Abteilungsleiter Basketball der TSG Söflingen mit einer Vuvuzela lautstark versuchte, die Ulmer 14-jährigen bei ihren Freiwürfen abzulenken. In der Tabelle stehen Ulm und Söflingen nun mit jeweils einer Niederlage an der Spitze. Die ratiopharm akademie bestreitet ihr nächstes Spiel am kommenden Samstag in der Listhalle gegen Kornwestheim.

Regionalliga Herren: ratiopharm akademie vs. Remseck 82:73 (22:21/23:23/16:14/21:15)
Ulmer Topscorer: Chris Große 20 Punkte, Lukas Rosenbohm 19 Punkte (3 Dreier), Chrissi Philipps 13

Regionalliga gelingt wichtiger Erfolg gegen direkten Tabellennachbarn. Nach einem Auf-und-Ab in der ersten Hälfte (8 Führungswechsel) und einem schlechten Beginn in der zweiten Hälfte (4:12-Lauf, 49:56, 24. Min), schafften es das Team von Sebastian Ludwig defensiv immer besser ins Spiel zu finden. „Unsere Aggressivität und Intensität in den letzten 15 Minuten, als wie nur noch nur noch 17 Punkte zugelassen haben, sowie unser ausgeglichenes Scoring sorgte letzten Endes für den verdienten Heimsieg“, so der Coach. Wenngleich Remseck noch einmal bis auf einen Zähler Differenz herankam, blieb Routinier Chris Grosse am Ende souverän und netzte 6 Freiwürfe in Folge ein. Weiter geht es am Samstag, den 20. Dezember (15.15 Uhr) gegen Degendingen und dem Vorsatz, mit acht Siegen in die Winterpause zu gehen.

Regionalliga Damen: ratiopharm akademie - MTV Stuttgart 39:66 (9:17/17:38/26:52)

Ulmer Topscorerinnen: Jennifer Reinboth (12 Punkte), Annabelle Groll (9)

Gegen den Tabellenzweiten konnten die Ulmerinnen nur in den ersten sieben Minuten das Spiel ausgeglichen gestalten. Einmal ins Laufen gekommen, zog der MTV allerdings sein routiniertes Spiel auf. Auch im zweiten Viertel spielten die Gäste einfach effektiver, so dass zur Halbzeitpause der Rückstand bereits sehr deutlich war. In den beiden Schlussvierteln gelang es der ratiopharm akademie wieder, die Begegnung einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Trainer Erik Rösch:

„Gegen einen so routinierten Gegner ist es für unsere Mannschaft einfach enorm schwierig. Trotzdem muss ich unserem Team ein Kompliment machen. Die Spielerinnen haben selbst nach dem hohen Rückstand zur Halbzeit nicht aufgesteckt.“ Weiter geht am Samstag, den 20.12. gegen den TV Konstanz.

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