Von Platz eins aus in die Playoffs

Die Ulmer NBBL-Auswahl sichert sich trotz einer Niederlage vorzeitig die Spitzenposition in ihrer Hauptrunden-Gruppe / JBBL-Team souverän gegen Heidelberg

NBBL:
Frankfurt vs. ratiopharm akademie 51:109 (13:29/17:22/7:29/14:29)
ratiopharm akademie vs. Young Tigers Tübingen 60:64 (15:18/12:17/19:15/14:14)

Zwei Partien in drei Tagen, dazu Spiele in der ProB und Regionalliga – die Ulmer U19 hatte am Wochenende ein wahres Mammutprogramm zu bewältigen. Umso erfreulicher ist, dass die ratiopharm akademie mit zwei überzeugenden Auftritten vorzeitig den ersten Hauptrunden-Platz dingfest machen konnte: Mit einer Bilanz von 11-1 sind die Ulmer zwei Spieltage vor Playoff-Beginn von der Konkurrenz aus Frankfurt und Tübingen (je 9-3) nicht mehr einzuholen.

Gegen Verfolger Nummer eins aus Frankfurt machte das Ulmer Team bereits am Freitag alles klar. In einem ungleichen Duell verwies die ratiopharm akademie die SKYLINERS, die auf ihre Leistungsträger Kiel und Zeeb verzichten mussten, mit 51:109 in die Schranken. Die Erfolgsgaranten hießen dabei nicht nur David Krämer (18 Punkte) und Marvin Omvuwie (17), sondern auch Nicolas Bretzel: Mit 18 Zählern und 11 Rebounds spielte der 16-Jährige in der älteren Jahrgangsstufe groß auf. Zwei Tage später war Bretzel dann noch mehr gefordert: Mit nur einem etatmäßigen Starter im Aufgebot (Marcell Pongo) schickte Coach Sebastian Ludwig vornehmlich Akteure der Jahrgänge 1998 und 1999 gegen Tübingen ins Rennen – und die schlugen sich beachtlich. Angesichts des gewonnenen direkten Vergleichs war dann auch zu verschmerzen, dass das 60:64 die erste Niederlage der Saison bedeutete. „Wir haben den Kampf angenommen und mit einem sehr jungen Kader das Maximale herausgeholt“, zeigte sich Coach Ludwig trotzdem zufrieden mit seiner Truppe.

Es spielten: Nico Bretzel (18 Punkte vs. Frankfurt; 10 vs. Tübingen), David Krämer (18, -) Marvin Omuvwie (17, -), Marcell Pongo (14, 21), Nico Möbus (12, 11), Bernhard Benke (11,- ), Till Pape (9, -), Lukas Rosenbohm (6, 5), Felix Gutsche (2, 4), Tim Semle (2, 5), Gordian Rau (-, 2), Leon Kotonski (-, 1), Bjarne Van Schwartzenberg (-, 1), Jonas Sauer, Dennis Heck.

JBBL: Junior Baskets Rhein Neckar vs. ratiopharm akademie 53:88 (22:17/5:21/14:31/12:19)

Auch im ersten Spiel der JBBL-Hauptrunde bleibt die ratiopharm akademie ungeschlagen. In Heidelberg siegte die Ulmer U16 am Sonntagmittag deutlich mit 53:88 – und das trotz eines Stotterstarts. Denn in den ersten zehn Minuten (22:17) diktierten die Junior Baskets das Geschehen, „während wir zu viele einfache Punkte zugelassen haben“, wie Coach Zoltan Nagy monierte. Doch dieser Warnschuss zeigte Wirkung: Mit einer erstarkten Defensive, die im 2. Viertel nur 5 Punkte erlaubte, ließ Ulm Heidelberg bis zur Pause mit elf Punkten hinter sich. Ein ähnlich deutliches drittes Viertel (14:31) sorgte dann für die Vorentscheidung. „Wenn wir die Intensität in der Verteidigung konstant hoch gehalten haben, haben wir das Spiel dominiert“, resümierte Zoltan Nagy. Im Angriff verteilte sich die Last derweil auf mehrere Schultern: Neben Topscorer Tim Köpple (18 Punkte, 9 Rebounds) punkteten fünf weitere Ulmer zweistellig. Gute Vorzeichen also vor dem kommenden Sonntag (12.30 Uhr), wenn es gegen Topteam Tübingen zu einem echten Härtetest kommt.

Es spielten: Tim Köpple (18 Punkte, 9 Rebounds), Dejan Puhali (15), Mate Fazekas (14), Jan Hanzalek, Fabio Mignemi (je 12), Edward Reisig (11), Philipp Pachucki (4), Moritz Krimmer (2), Kajetan Brucke, Daniel Hertle.

U14: ratiopharm akademie vs. Kirchheim/Leimen 125:73 (35:15/35:14/28:21/27:23)

Die Ulmer U14 sammelt in der BaWü-Endrunde weiter fleißig Siege: Trotz zweier Ausfälle fuhr die Mannschaft von Jochen Lotz gegen Kirchheim/Leimen einen 125:73-Kantersieg ein. Auch ohne Thomas Gaus und Felix Krimmer überrannten die Ulmer ihre Gäste von Beginn an und hatten sich bereits nach zehn Minuten ein 20-Punkte-Polster gesichert (35:15). „In Sachen Aggressivität, Intensität und Tempo waren wir dem Gegner deutlich überlegen“, bilanzierte Coach Lotz, der mit einer hohen Führung im Rücken früh durchrotieren konnte. So kamen alle 11 eingesetzten Ulmer zu Punkten, wobei gleich sechs Spieler zweistellig scorten – angeführt vom überragenden Konrad Stark (29). Trotz des 52-Punkte-Sieges, der die ratiopharm akademie souverän an der Spitze in Baden-Württemberg hält (5-1), sah Jochen Lotz eine Schwachstelle im Spiel seines Teams: „Mit dem Verhalten beim Defensivrebound war ich nicht einverstanden. Da haben wir zu nachlässig agiert.“ Die Chance, es besser zu machen, bietet sich am kommenden Samstag (11 Uhr) in Freiburg.

Es spielten: Konrad Stark (29), Axel Dobias (17), Oscar Hurler, Jakob Rosenbohm (je 16), David Schefer (14), Marcel Czaputa (10), Lenny Berger (8), Felix Miller (7), Simon Sauter (6), Lenny Ertekin (2).

2. Regionalliga: ratiopharm akademie vs. USC Freiburg 69:50 (15:16/23:8/15:17/16:9)

Zweiter Sieg in Folge für die Ulmer Regionalliga-Herren: Gegen den Tabellendrittletzten aus Freiburg gab sich die ratiopharm akademie am Samstagnachmittag keine Blöße. Den Grundstein zum 69:50-Erfolg legten die Hausherren in einem einseitigen zweiten Viertel (23:8); nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt brach der Widerstand der Gäste, die nur zu sechst angetreten waren, im Schlussdurchgang dann endgültig zusammen. „Da ist dem Gegner die Kraft ausgegangen, aber wir haben auch sehr ordentlich gespielt“, meinte Coach Sebastian Ludwig. Nicht nur ordentlich, sondern herausragend war der Auftritt von Björn Rohwer: Der Ulmer Center war mit 24 Punkten „in the paint“ kaum zu stoppen. „Björn hat eine richtig dominante Leistung abgeliefert und sich immer wieder sehr stark durchgesetzt“, lobte Sebastian Ludwig den 20-Jährigen.

Es spielten: Björn Rohwer (24 Punkte), Lukas Rosenbohm (16), Kai Schlüter, Dennis Heck (je 7), Tim Semle (5), Leon Kotonski (4), Julian Lerch, Nico Möbus, Bjarne van Schwartzenberg (je 2), Gordian Rau.

Foto: Alexander Fischer.

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