Ein Start nach Maß

Das Ulmer JBBL-Team startet mit einem klaren 91:70-Sieg gegen die BBA Gießen Mittelhessen erfolgreich in die Playoffs.

Etwas nervös sind die Hausherren am Sonntag in der Listhalle in das erste Playoff-Spiel gegangen. Auch wenn Dejan Puhali per Dreier und kurz danach mit zwei Freiwürfen einen 7:3-Vorsprung erarbeitete, wirkten doch die Gießener von Anfang an mit aggressiver Verteidigung physisch sehr präsent. So stand es Mitte des ersten Viertels 9:11 für die Gäste. Mit zwei starken Aktionen unter dem Korb eroberte Big Man Mate Fazekas aber die Führung zurück. Als Tim Köpple kurz darauf einen Defensivrebound schnappte und von „coast to coast“ über das ganze Feld fegte, um mit einem Korbleger abzuschließen (19:16 für Ulm), nahmen die Gießener ihre erste Auszeit. Bei 20:17 ging's in die erste Pause. Ein Glück für Ulm, dass die Gäste allein im ersten Viertel sieben Freiwürfe vergaben (insg. 19/32). Ein weiterer Dreier von Dejan Puhali und ein Dunking von Mate Fazekas waren der Beginn eines 9:0-Laufs für die Ulmer im zweiten Viertel. Das Spiel pendelte sich eine ganze Zeit lang bei einem Zehn-Punkte-Vorsprung für die ratiopharm akademie ein. Mit einem Distanzwurf als Buzzerbeater schoss Point Guard Tim Köpple seine Mannschaft in die Pause (47:35).

Im dritten und vierten Viertel ging es phasenweise munter hin und her mit mehr gelungenen Offensiv- als Defensivaktionen. Peu a peu wurde der Vorsprung größer. Mit einem weichen Floater schraubte Fabio Mignemi die Führung erstmals auf 20 Punkte hoch (70:50). Im letzten Abschnitt wurde ein Aufbäumen der Gießener zwar erfolgreich verhindert. Allerdings investierten die ratiopharm-Jungs auch nicht mehr Energie in ihre Verteidigung als nötig. „Schön, dass wir gewonnen haben“, resümierte der Sportliche Leiter der ratiopharm akademie, Artur Kolodziejski, „aber unser Potential ist noch nicht ganz ausgeschöpft.“ Das zweite Aufeinandertreffen in der best-of-three Serie nächsten Sonntag in Gießen  werde eine „harte Nummer“. Kritisch äußerte sich trotz des Sieges JBBL-Trainer Zoltan Nagy: „Wir haben durch unnötige Ballverluste den Gegner aufgebaut. In der Offensive hatten wir einige gute Aktionen. Aber wir sollten besser verteidigen.“

Es spielten: Mate Fazekas (30 Punkte, 10 Rebounds), Tim Köpple (22), Dejan Puhali (17), Edward Reisig (10), Fabio Mignemi (5), Tom Kimpel (4), Philipp Pachucki (2), Vincent Hötzel (1), Moritz Krimmer, Jan Hanzalek, Kajetan Brucke, Daniel Hertle.

Foto: BBU

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