Noch ein Sieg bis zum TOP4

Road to TOP4: Die Ulmer U19 und U16 entscheiden das erste Viertelfinale für sich und sind damit noch einen Sieg vom Einzug in das NBBL / JBBL TOP4 entfernt.

Noch ein Sieg ist die Nachwuchsabteilung des Ulmer Basketballs vom Geschichte schreiben entfernt: Erstmals würden nämlich eine bzw. gleich zwei Ulmer Mannschaften in die Endrunde um die Deutsche U19- bzw. U16-Meisterschaft einziehen. Dass die Ulmer dabei im eigenen Wohnzimmer antreten würden – BBU ’01 trägt das TOP4 erstmals aus –, bedeutet einen zusätzlichen Ansporn. Wochenend-Tickets (20% Rabatt) für das Highlight des deutschen Jugend-Basketballs am 21. und 22. Mai in der Ulmer Kuhberghalle gibt es online unter shop.bbu01.com

NBBL: ratiopharm akademie vs. IBA München 85:75 (24:15/20:15/20:30/21:15)
Ein Sieg ist ein Sieg – so lautet das erleichterte Ulmer Fazit aus der ersten Viertelfinal-Partie der ratiopharm akademie gegen die Internationale Basketball Akademie aus München. Somit gehen die Ulmer mit 1:0 in Führung – und könnten am kommenden Sonntag in München in das TOP4 in der heimischen Kuhberghalle einziehen.

„Wir müssen uns steigern, wenn wir es nicht zu einem dritten Spiel kommen lassen wollen“, warnt allerdings Danny Jansson. Der Head Coach konnte mit der Leistung seines Teams nur stellenweise zufrieden sein. Nach einer ersten Halbzeit, in der sich die Ulmer eine 17 Punkte-Führung (43:26, 19.) erarbeitet hatten, kämpften sich die Gäste, angeführt von Jugend-Nationalspieler Oscar Leon Da Silva (22 Punkte, 10 Rebounds) zurück ins Spiel. Mit Beginn des 4. Viertels schaffte München dann den 66:66-Ausgleich. „Nach der Halbzeit hat IBAM gezeigt, warum sie unter den besten Acht in Deutschland stehen. Gegen so ein toughes Team zu agieren, sind wir nicht gewöhnt“, so Danny Jansson mit Blick auf die 24 Ballverluste, die seine Mannschaft hinnehmen musste. Letztlich gelang es den Ulmern, sich die Führung an der Linie zurück zu erobern – von 33 Freiwürfen trafen sie 27 (81%). So fährt Ulm mit dem 1:0 in der Tasche zum zweiten Viertelfinale (Sonntag, 15 Uhr) in die bayerische Landeshauptstadt.

Es spielten: David Krämer (25 Punkte, 7 Rebounds), Marcell Pongo (18, 6 Assists, 6 Steals), Marvin Omuvwie (13, 5 Reb), Till Pape (8, 7 Reb), Lukas Rosenbohm (7), Nico Möbus (6, 4 Steals), Bernhard Benke (4, 8 Reb), Marius Stoll (2), Tim Semle (2).

JBBL: ratiopharm akademie vs. Bayer Leverkusen 68:38 (21:10/20:9/12:8/15:11)
Glückliche Spieler, stolze Eltern, gut gelaunte Ulmer Zuschauer, zufriedene Trainer - und auch der Leiter der ratiopharm akademie, Artur Kolodziejski, war von der Leistung der Ulmer JBBL-Truppe beeindruckt. „Ich freue mich, dass die Jungs den ersten großen Schritt zum TOP4 daheim gemacht haben“, sagte Kolodziejski. „Alle haben defensiv dazu beigetragen, Leverkusen bei 38 Punkten zu halten. Das ist eine tolle Basis, um erfolgreich zu sein.“ Es sei in der Ulmer Mannschaft sogar noch Luft nach oben, fügte der sportliche Leiter hinzu.

Die Ulmer legten ihre Nervosität gegen den noch unbekannten Gegner am Sonntag in der Kuhberghalle schnell ab. Kapitän Tim Köpple gab schon nach 16 Sekunden die Marschrichtung vor, als er mutig zum Korb zog, gefoult wurde, und die beiden Freiwürfe in die ersten Ulmer Punkte verwandelte. Dejan Puhali zeigte kurz darauf mit zwei Korblegern (8:4), dass er in bestechender Playoff-Form ist. Bis zur Halbzeit traf er sechs aus sechs Würfen und sammelte 15 Punkte. Sehenswert war der Steal von Moritz Krimmer im ersten Viertel auf Höhe der Mittellinie mit anschließendem Dunking. 21:10 hieß es nach dem ersten Viertel, 41:19 zur Halbzeit. Coach Zoltan Nagy zollte Respekt: „Kompliment an die Jungs für eine sehr starke und konzentrierte erste Halbzeit.“ In der zweiten Halbzeit kamen die offensiven Akzente vor allem von Tim Köpple und Fabio Mignemi. Aber angesichts der bereits klaren Führung von 27 Punkten Mitte des dritten Viertels nach einem Korbleger von Jan Hanzalek (49:22) war die Luft schon ein wenig raus. Der klare Erfolg im ersten Playoff-Spiel der Viertelfinalserie war nicht mehr gefährdet.

„Ich glaube nicht, dass wir das wahre Gesicht von Bayer Leverkusen gesehen haben“, meinte Trainer Nagy nach der Partie. Die Gäste hatten eine auffallend schwache Trefferquote von nur 29 Prozent aus dem Feld (Ulm 47 Prozent). Bei den Freiwürfen trafen sie nur 6 aus 17 (Ulm 8 aus 11). Der Coach der ratiopharm akademie rechnet deshalb mit „einem ganz anderen Spiel“ nächsten Sonntag (12.30 Uhr) in Leverkusen. Sollten die Ulmer die zweite Playoff-Begegnung auch gewinnen, so ist ihnen die die erste Qualifikation eines Ulmer Teams für das JBBL TOP4 nicht mehr zu nehmen.

Es spielten: Tim Köpple (15 Punkte), Dejan Puhali (15), Mate Fazekas (9, 10 Rebounds), Jan Hanzalek (8), Fabio Mignemi (7), Moritz Krimmer (5), Edward Reisig (4), Vincent Hötzel (2), Tom Kimpel (2), Philipp Pachucki (1), Kajetan Brucke.

Fotos: Alex Fischer, BBU

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