Ulmer Talente glänzen auf europäischem Parkett

Timo Lanmüller und Jason George verhelfen Deutschland bei der U16-Europameisterschaft zum Klassenerhalt, Mate Fazekas weiß bei NBA „Basketball Without Borders“ zu überzeugen.

Uuulmer für Deutschland! Neben David Krämer, der mit Deutschland bei der U20-EM Platz vier errang, und Ismet Akpinar, der sich derzeit mit der Herren-Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft vorbereitet, trugen mit Timo Lanmüller und Jason George zwei weitere Talente den Adler auf der Brust. Und besonders Lanmüller entpuppte sich bei der U16-Europameisterschaft in Polen zum „Go-to-Guy“ der deutschen Truppe um Bundestrainer Alan Ibrahimagic. „Timo hat sich in seinem ersten Jahr bei uns phänomenal entwickelt und eine überragende EM gespielt. Für die Bundestrainer kam dies eher überraschend – Timo gehörte vorher noch zu den Wackelkandidaten“, so BBU ’01 Vorstand Dr. Thomas Stoll über den besten deutschen Punktesammler. Mit durchschnittlich 14,6 Punkten schrammte der 16-Jährige knapp an der Scoring-Top10 der U16-EM vorbei und war mit seiner 48,9-prozentigen Dreier-Quote und drei erfolgreichen Distanzwürfen pro Spiel der mit Abstand beste Scharfschütze des Turniers.



Zum entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt in der A-Division, in dem Deutschland Schweden mit 77:44 besiegte, steuerte der Deutsch-Österreicher seinen Bestwert von 24 Punkten bei. Neben Lanmüller vertrat auch Jason George die Ulmer Farben (4,8 Punkte / 3,5 Rebounds). „Jason hat es nach einer langwierigen Verletzung dank unserer medizinischen Abteilung doch zur EM geschafft und sein Talent trotz der langen Trainingspause aufblitzen lassen“, so Stoll, der sich nun über die Rückkehr der Ulmer Talente freut. Sowohl im U19-Team von ratiopharm ulm in der Nachwuchs Basketball Bundesliga als auch in 2. Herren-Regionalliga wollen sich die beiden 16-Jährigen in der kommenden Saison weiterentwickeln und auch Einsätze in der ProA schließt Stoll nicht aus: „Ich traue beiden Jungs im Laufe der Saison den Sprung in die OrangeAcademy zu.“

Zum ProA-Kader gehört in der kommenden Saison auch Mate Fazekas. Der Ungar ist in dieser Woche in Ulm ins Training eingestiegen nachdem er in den vergangenen Tagen noch Teil von „Basketball Without Borders“ war. Das von der NBA und der FIBA organisierte Programm bringt seit 2001 regelmäßig die größten Basketball-Nachwuchstalente des Kontinents zusammen, um diese gemeinsam mit den NBA-Stars trainieren zu lassen. Und der 17-Jährige war in diesem Jahr der erste Ulmer, der als einer von 40 europäischen Spielern des Jahrgangs 2000 nach Tel Aviv eingeladen wurden, um unter der Regie des ehemaligen NBA-MVPs David Robinson zu trainieren. „Mate hat sich in Tel Aviv von seiner besten Seite gezeigt und gehörte zu den Besten, da kann man schon stolz darauf sein“, lobt Thomas Stoll seinen Schützling, dem bereits sein viertes Jahr als Uuulmer bevorsteht. Damit hat der 2,10 Meter-Center alle Kriterien der Homegrown-Regelung erfüllt; in der kommenden Saison gehört Fazekas erstmals zum BBL-Trainingskader, wo er zukünftig keinen Ausländerplatz mehr belegt.

Zum Video der NBA über "Basketball Without Borders" in Tel Aviv.

Fotos: FIBA, privat

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