JBBL-Klassenerhalt gesichert

BBU Allgäu/Memmingen behält im Entscheidungsspiel die Nerven und muss als einziger Süd-Aufsteiger nicht absteigen. U14 holt württembergische Meisterschaft nach Ulm.

Playdowns – Junior Baskets Rhein-Neckar vs. BBU Allgäu/Memmingen: 57:66 (26:21)
Die 30 mitgereisten Ulmer Fans wurden ganz schön auf die Folter gespannt. Denn das dritte und entscheidende Playdown-Spiel um den direkten Klassenerhalt in der JBBL glich dramaturgisch einem Hitchcock-Krimi. Nach einem 26:21-Halbzeitrückstand drehten die Spieler von BBU Allgäu/Memmingen erst nach der großen Pause so richtig auf. In der Kabine hatte Coach Igor Perovic seine Jungs daran erinnert, wie sie sich den Sieg in Spiel zwei erkämpft hatten – nämlich mit ihrer aggressiven Pressverteidigung. Und mit dieser Defensive bzw. mit 13 Steals setzten die Gäste Heidelberg (22 Ballverluste) entscheidend unter Druck. „Ich muss meinen Hut vor den Jungs ziehen. Wie sie in einem Do-or-Die Spiel die letzten fünf Minuten gespielt haben, verdient den höchsten Respekt“, so ein stolzer Igor Perovic.

Nachdem die Gäste am Ende des dritten Viertels in Führung (44:46) gegangen waren, gab es vier Minuten vor dem Ende (52:48) noch einmal eine kritische Phase zu überstehen. Doch das Perovic-Team hatte in der Crunchtime seine Nerven im Griff. Es waren insbesondere Josua Schnug durch seine beherzten Drives zum Korb und Lino Santuario durch seine hervorragende Defense, die die Entscheidung erzwangen. BBU Allgäu/Memmingen ist damit der einzige Aufsteiger der JBBL im Süden, der die Klasse halten konnte.

Igor Perovic (Head Coach): „Ich muss meinen Hut vor den Jungs ziehen. Wie sie in einem Do-or-Die Spiel die letzten fünf Minuten gespielt haben, verdient den höchsten Respekt. Wir sind eines der jüngsten JBBL-Teams, eher etwas klein aufgestellt und haben als Aufsteiger ein erfahrenes JBBL-Team in einer Serie bezwungen. Im Laufe der Saison sind die Jungs enorm an ihren Aufgaben im Team und auf dem Feld gewachsen, die Entwicklung war phänomenal.“
Topscorer: Josua Schnug (17, 6 Ass), Lenny Berger (16), Ivan Lakic (14, 12 Reb)

U14m Oberliga – BSG Basket Ludwigsburg vs. BBU ’01 55:78 (30:36)
Die Serie der Ulmer U14 in der Oberliga Württemberg hält auch im Hauptrunden-Finale: BBU ’01 setzte sich zum Abschluss mit 55:78 in Ludwigsburg durch und startet nach 14 Siegen in Serie in die Meisterschaftsphase. Wie dominant die Ulmer auftraten, verdeutlicht der Plus-Minus-Wert: In 14 Partien erzielte das Team um Coach Dr. Thomas Stoll 995 Zähler mehr (1.558) als es in der Verteidigung zuließ (563). „Einerseits ist dieser Wert natürlich beachtlich für unsere Jungs, aber andererseits zeigt er auch, dass bei den anderen Bundesliga-Teams zu wenig aus dem Nachwuchs nachkommt“, so Stoll, der im Hinblick auf die Meisterschaften noch Verbesserungsbedarf bei seinem Team sieht.

Als Tabellenerster der Oberliga Württemberg ist BBU ’01 am kommenden Wochenende Ausrichter der baden-württembergischen Meisterschaften und trifft im Halbfinale im Trainingszentrum in Nersingen am Samstag auf den badischen Zweiten SSC Karlsruhe. Im anderen Halbfinale begegnen sich zuvor der ebenfalls ungeschlagene badische Tabellenerste USC Heidelberg und der württembergische Zweite Ludwigsburg.

Dr. Thomas Stoll (Head Coach): „Wir haben eine gute Oberliga-Saison gespielt, aber wenn wir in den Meisterschaften weit kommen wollen, müssen wir uns noch steigern, um auch mit den deutschen Topteams mithalten zu können.“
Topscorer: Finn Lehner (15), Lucca Bretz (12), Kevin Kaiser, Linus Stoll (je 11)

Fotos BBU '01

 

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