Ein trauriges Ende

Verletzungsgeplagte U14 verspielt in der letzten Partie die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften. Gießen und Ludwigsburg setzten sich durch.



Die U14 der ratiopharm akademie war als Baden Württembergischer Meister Ausrichter der Südwestdeutschen Meisterschaften. Die Hoffnungen auf den Gesamtsieg der Landesverbände aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und Baden Württemberg hatte schon vor dem ersten Sprungball einen herben Dämpfer bekommen. Point Guard Leon Kotonksi musste mit Kniebeschwerden passen. Das kompensierte die Mannschaft anfangs sehr gut. Gegen den Post-SV Koblenz tat man sich nur eine Halbzeit lang schwer (38:35), dann kontrollierte man die Begegnung und gewann am Ende mit 77:63. 

Im zweiten Samstagspiel gab es dann die erste Überraschung. Ludwigsburg profitierte davon, dass Gießens Topstar Bjarne Kraushaar nicht dabei war (Konfirmation) und gewann das hart umkämpfte Spiel mit 69:64. Am Sonntagmorgen trafen im Derby Ulm und Ludwigsburg aufeinander. Die drei Saisonspiele hatte Ulm relativ deutlich für sich entscheiden können. Allerdings wurden die Personalsorgen des Gastgebers nicht kleiner. Mit Simon Bürger fehlte der nächste Stammspieler, so dass mit Fabio Mignemi der vierte Spieler aus dem jüngeren Jahrgang in den Kader rutschte. Auch der Ausfall wurde gut weggesteckt.

Ludwigsburg hielt die Begegnung lange Zeit ausgeglichen, doch der Sieger hieß zum vierten Mal in Folge Ulm (72:58). Da auch das BBLZ Mittelhessen, nun mit Bjarne Kraushaar, mit den Koblenzern kurzen Prozess machten (88:41) und auch Ludwigsburg wenig Probleme mit den Pfälzern hatte (100:68), musste das letzte Spiel zwischen dem hessischen und baden-württembergischen Meister die Entscheidung bringen.

Bei einem Ulmer Sieg wäre Ludwigsburg und Ulm für die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert gewesen; bei einer Ulmer Niederlage mit weniger als 9 Punkten wäre Ulm Südwestdeutscher Meister und zusammen mit dem BBLZ in die nächste Runde eingezogen. Bei einem Gießener Sieg zwischen 9 und 23 Punkten wäre Gießen 1. und Ulm 2. gewesen.

Doch es kam leider alles ganz anders. Das BBLZ legte los wie die Feuerwehr und führte nach 10 min 18:9. Die ratiopharm akademie verkürzte nach 18 min auf 28:29, doch eigene Fehler erhöhten den Rückstand bis zur Pause wieder auf 5 Punkte (33:28). Schon da war deutlich, dass die drei kräftezehrenden Spiele in 24 Stunden ihren Tribut zollen würden. Zwar hielt man gegen die deutlich frischer wirkenden Gießener noch weitere 5 Minuten mit (39:34), doch dann kippten zwei erfolgreiche Dreier das Spiel endgültig. Mit einem 13 Punkte Rückstand (38:51) ging es ins letzte Viertel. Die Diskussionen mit dem technischen Kommissar über die Legalität der Verteidigungsformen hatte man schon lange aufgegeben. Gerade die Vorteile auf den großen Positionen der Ulmer kamen gegen die absinkenden Verteidiger nun nicht mehr zur Geltung.

Viel zu oft verzettelten sich die Ulmer in Einzelaktionen. Dazu schien der Korb wie vernagelt. Selbst die einfachsten Bälle fanden nicht mehr den Weg ins Ziel. Gießen spielte sich dafür in einen Rausch. Jeder Wurf ein Treffer. Mit dem 6. erfolgreichen Dreier zum 66:41 drei Minuten vor dem Ende war das Polster endgültig aufgebraucht. Stehend KO gelang es nicht einmal mehr den Gegner in der letzten Minute mit Fouls an die Freiwurflinie zu zwingen. Am Ende verlor man mit 42:73. Die erste Saisonniederlage war zugleich eine unglaublich bittere. Statt in vier Wochen um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft zu kämpfen, wird man sich nun auf die Reise zu den „national championships“ in den USA vorbereiten. Dann hoffentlich auch wieder in Bestbesetzung.

Die ca. 150  Zuschauer konnten sich trotzdem über eine gelungen Veranstaltung freuen. Und mit Sicherheit wird man von einigen Talenten aus allen vier Mannschaften auch in der Zukunft noch einiges hören.

Es spielten für Ulm: Tim Köpple, Jonas Sauer, Dima Kopelev, Henry Hurler, Edward Reisig, Fabio Mignemi, Dejan Puhali, Marc Henke, Simon Bürger, Dennis Heck, Nico Bretzel, Gordian Rau.

 

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