Entwicklung vor Ergebnis

Teams der ratiopharm akademie wollen sich in JBBL (U16) und NBBL (U19) behaupten. Joschka Ferner fällt zwei bis drei Wochen aus.



Mit zwei Wochen Verzögerung zur Beko BBL starten am Wochenende die Nachwuchs- und die Jugend-Basketball-Bundesliga in die Saison. Das JBBL-Team der ratiopharm akademie gastiert am Sonntag (Tipoff: 12.30 Uhr) in Nördlingen und die NBBL-Mannschaft eröffnet die neue Spielzeit in Tübingen (Sonntag, 14 Uhr).

Nach dem 3. Platz und dem anschließenden Playoff-Einzug in der vergangenen Saison will das JBBL-Team (U16) der ratiopharm akademie in der Gruppe Südost angreifen. Der Sportliche Leiter Artur Kolodziejski relativiert aber: „Uns ist die individuelle Entwicklung der Jungs am wichtigsten.“ Perfekt ins Konzept fügt sich dabei der neue Head Coach Zoltan Nagy ein. Der gebürtige Ungar, der bereits in der vergangenen Saison einmal pro Woche das Individualtraining in Ulm geleitet hatte, wechselte im Sommer vom JBBL-Konkurrenten und Kooperationspartner Nördlingen an die Donau. „Zoltan legt besonderen Wert auf die technische Entwicklung und macht das wie kaum ein Zweiter in Deutschland“, ist Kolodziejski überzeugt. Den besonderen Auftakt seines Teams beim Ex-Club Nördlingen wird Zoltan Nagy nicht miterleben, denn die Weißenhorn Youngstars, welche er ebenfalls trainiert, treten am selben Tag in Dresden an. 

Mit Bernhard Benke (NBBL-Team) und Lukas Rosenbohm (High-School, USA) verließen die zwei Leistungsträger das Team. Doch die beiden Auswahlspieler Christoph Philipps und Tim Semle (Jahrgang 1998) haben sich in der letzten Spielzeit bewiesen und können bereits viel Verantwortung auf ihren jungen Schultern tragen. Hinzu kommt der sehr erfolgreiche Ulmer 99er-Jahrgang, auf dessen Entwicklung Kolodziejski besonders gespannt ist. „Es macht sehr viel Spaß, den Jungs zuzuschauen – sie spielen mit viel Bewegung und zeichnen sich durch ein sehr gutes Zusammenspiel  und eine druckvolle Verteidigung aus.“ Demensprechend optimistisch gestaltet der Sportliche Leiter seine Prognose: „Wir werden oben mitspielen können.“

Auch die ältere NBBL-Mannschaft (U19) soll den nächsten Schritt nach vorne machen. Artur Kolodziejski traut ihr einiges zu und glaubt an ein besseres Abschneiden als in der Vorsaison (7. Rang in Gruppe Süd). Das liegt vor allem daran, dass Head Coach Chris Harris sehr wenige altersbedingte Abgänge zu verzeichnen hatte. Daher wird eine eingespielte Mannschaft in ihr zweites Jahr in der NBBL gehen können, die durch einige Zugänge noch an Qualität dazu gewinnen konnte. Tim Kraushaar, Georg Beyschlag und Marvin Omuvwie werden dem Kader nötige Tiefe geben, sodass Chris Harris „intensiven und sehr defensivlastigen Basketball“ (Kolodziejski) spielen lassen kann. Darüber hinaus sind durch die Kooperation mit dem TSV Nördlingen bereits fünf Spieler in den Diensten des Ulmer NBBL-Teams. Mit Joschka Ferner hat sich eines der Nördlinger Talente inzwischen auch ganz für Ulm entschieden.

Ferner wird für den Auftakt in Tübingen wegen eines Innenbandrisses im Sprunggelenk fehlen. Der 17-Jährige war während des ProB-Spiels der Weißenhorn Youngstars gegen Speyer umgeknickt und fällt zwei bis drei Wochen aus. Der zukünftige Schlüsselspieler kann sich aber einer umfassenden medizinischen Betreuung sicher sein, denn mit Physiotherapeut Alex Moser konnte die ratiopharm akademie einen medizinischen Koordinator für die Leistungsmannschaften gewinnen. „Gemeinsam mit Alex konnten wir die nächste Stufe an Professionalität erreichen“, zeigt sich Artur Kolodziejski erfreut. „Die Jungs stehen unter einer hohen Belastung und sind auf die medizinische Betreuung angewiesen.“

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